Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall im Norden – im Süden wird es bitterkalt

Bis zu 40 zentimeter neuschnee legen teile norddeutschlands lahm, doch die vielleicht größte gefahr lauert im süden, wo statt flocken spiegelglattes eis und eisige kälte drohen. das sturmtief „elli“ spaltet deutschland in zwei extreme wetterzonen und zwingt den deutschen wetterdienst zu einer seltenen einschätzung der lage als „extrem“. wie es zu dieser außergewöhnlichen situation kommt und welche regionen nun besonders wachsam sein müssen, zeigen die prognosen der experten in den nächsten stunden.

Das epizentrum des schneesturms: wo „elli“ am härtesten zuschlägt

Seit den frühen morgenstunden hat sturmtief „elli“ den norden deutschlands fest im griff und verwandelt straßen und schienenwege in eine tief verschneite landschaft. besonders die regionen von ostfriesland über die lüneburger heide bis nach hamburg und schleswig-holstein sind betroffen, wo die meteorologen die höchsten schneemengen voraussagen.

Klaus Schmidt, 54, lkw-fahrer aus Bremen, berichtet: „Ich stehe seit stunden auf der a7, nichts geht mehr. so eine schneewand habe ich seit dem chaoswinter 1979 nicht mehr erlebt.“ er wollte nur eine routinelieferung nach hannover bringen, doch die schneeverwehungen haben ihn und hunderte andere fahrzeuge komplett eingeschlossen, was die warnungen der staatlichen vorhersagebehörde zur bitteren realität werden lässt.

Die amtlichen unwetterwarnungen des dwd im detail

Der deutsche wetterdienst hat für zahlreiche landkreise die alarmstufe rot ausgerufen, was auf eine akute unwettergefahr hindeutet. in schleswig-holstein und weiten teilen niedersachsens warnen die propheten des niederschlags nicht nur vor starkem schneefall, sondern insbesondere vor massiven schneeverwehungen durch stürmische böen.

Die situation ist dynamisch, weshalb die experten für atmosphärische phänomene die lage kontinuierlich neu bewerten. die warnkarte des dwd zeigt einen breiten streifen von der nordseeküste bis in den osten, in dem mit erheblichen beeinträchtigungen zu rechnen ist. die bevölkerung ist aufgerufen, unnötige fahrten zu vermeiden und die entwicklungen der wetterlage aufmerksam zu verfolgen.

Nicht nur schnee: die vielschichtigen gefahren des sturmtiefs

Während der neuschnee das offensichtlichste merkmal von „elli“ ist, gehen die eigentlichen gefahren oft darüber hinaus. der starke ostwind türmt den pulvrigen schnee zu meterhohen verwehungen auf, die straßen unpassierbar machen und selbst für räumfahrzeuge eine immense herausforderung darstellen. diese schneeverwehungen sind eine der hauptursachen für die massiven verkehrsprobleme, vor denen der wetterdienst eindringlich gewarnt hatte.

Glatteis und orkanartige böen als stille bedrohung

Im süden und südwesten des landes zeigt „elli“ ein völlig anderes gesicht. hier, insbesondere in baden-württemberg und bayern, sind es nicht die schneemassen, die sorge bereiten. die amtlichen klimabeobachter haben hier warnungen vor gefrierendem regen und spiegelglatter fahrbahn herausgegeben. diese glättebildung ist besonders tückisch, da sie oft unsichtbar ist.

Zusätzlich prognostiziert der wetterdienst in den hochlagen des schwarzwaldes und der alpen orkanartige böen mit geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h. diese stürme können bäume entwurzeln und stellen in kombination mit eis eine ernste gefahr für leib und leben dar. die prognose der wetterexperten ist hier eindeutig: wer nicht unbedingt raus muss, sollte zu hause bleiben.

Die weitreichenden folgen: von zugausfällen bis zu spielabsagen

Die extreme wetterlage, die von den himmelsdeutern aus offenbach angekündigt wurde, hat das öffentliche leben in vielen teilen deutschlands zum erliegen gebracht. die auswirkungen sind in fast allen bereichen des alltags spürbar, vom berufsverkehr bis hin zu freizeitaktivitäten. die entscheidungsträger folgen den empfehlungen der prognose-spezialisten, um die sicherheit zu gewährleisten.

Stillstand im bahn- und flugverkehr

Die deutsche bahn hat auf die unwetterwarnung des dwd reagiert und den fernverkehr in norddeutschland weitgehend eingestellt. insbesondere strecken nach kiel und hamburg sowie verbindungen an die küste sind betroffen. auch regionalzüge und s-bahnen, wie in hannover, mussten ihren betrieb einstellen. die bahn bittet alle reisenden, sich vor fahrtantritt über die aktuelle lage zu informieren, da mit weiteren ausfällen zu rechnen ist.

Auch die flughäfen rüsten sich für das chaos. der flughafen berlin brandenburg (ber) rechnet mit erheblichen verspätungen und flugausfällen. die winterdienste sind im dauereinsatz, doch die kombination aus schnee und sturm macht einen reibungslosen betrieb unmöglich. die wettervorhersage der experten lässt auch für die kommenden stunden keine entspannung erwarten.

Wenn der sport dem wetter weichen muss

Selbst der profisport muss vor dem sturmtief kapitulieren. die deutsche fußball liga (dfl) gab die absage mehrerer bundesliga-spiele bekannt. die partie zwischen werder bremen und 1899 hoffenheim kann wegen der vereisung und der schneeverwehungen im und um das weserstadion nicht stattfinden. auch das spiel des fc st. pauli gegen rb leipzig wurde aus sicherheitsgründen abgesagt, eine konsequenz aus der klaren prognose des meteorologischen bundesamtes.

Der süden im kältegriff: wenn die temperatur zur hauptgefahr wird

Während der norden im schnee versinkt, bereitet sich der süden auf eine welle arktischer kälte vor. nachdem die niederschläge nachlassen, klart der himmel auf, was die temperaturen in den nächten drastisch sinken lässt. die wächter des himmels prognostizieren für das wochenende temperaturen von bis zu minus 20 grad celsius, insbesondere über den frisch verschneiten gebieten.

Diese extreme kälte stellt eine erhebliche belastung für mensch und natur dar und erhöht die gefahr von glätteunfällen auf den straßen. die von den wetterexperten angekündigte frostperiode wird voraussichtlich mehrere tage andauern und erfordert besondere vorsichtsmaßnahmen im alltag.

RegionErwartete GefahrTemperaturprognose (Nacht)
Norddeutschland (z.B. Hamburg)Starker Schneefall, Schneeverwehungen-5°C bis -10°C
Mittelgebirge (z.B. Schwarzwald)Orkanartige Böen, Neuschnee-8°C bis -15°C
Süddeutschland (z.B. Bayern)Glatteis, extreme Kälte-12°C bis -20°C

Gefährliche glätte fordert erste opfer

Die warnungen der klima-zentrale vor glatteis haben sich auf tragische weise bewahrheitet. im bayerischen landkreis dingolfing-landau kamen bei einem frontalen zusammenstoß auf spiegelglatter straße zwei menschen ums leben. ein fahrzeug war ins schleudern geraten und auf die gegenspur geraten. solche unfälle unterstreichen, wie wichtig es ist, die fahrweise den bedingungen anzupassen und den warnungen des wetterdienstes folge zu leisten.

Die polizei in ganz süddeutschland meldet dutzende unfälle, die meist auf unangepasste geschwindigkeit bei glatten straßenverhältnissen zurückzuführen sind. die warnung vor dem sturm ist somit nicht nur eine prognose, sondern eine direkte handlungsaufforderung an alle verkehrsteilnehmer.

Welche regionen sind am stärksten vom schneefall betroffen?

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sind vor allem die küstennahen regionen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie ein Streifen über die Lüneburger Heide bis nach Brandenburg und Sachsen-Anhalt von starkem Schneefall und Schneeverwehungen betroffen.

Warum ist es im süden so kalt, obwohl dort weniger schnee fällt?

Im Süden sorgt das Abziehen des Sturmtiefs ‚Elli‘ für eine aufklarende Wetterlage. Ohne Wolkendecke kann die Wärme nachts ungehindert ins All entweichen, was über einer Schneedecke zu extrem niedrigen Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius führen kann.

Wie lange wird die extreme wetterlage anhalten?

Die Meteorologen prognostizieren, dass die starken Schneefälle im Norden im Laufe des Samstags nachlassen. Die extreme Kälte im Süden wird voraussichtlich jedoch bis Anfang der nächsten Woche anhalten.

Welche verkehrsmittel sind von den ausfällen betroffen?

Hauptsächlich der Bahnverkehr im Norden ist stark eingeschränkt, die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr teilweise eingestellt. Auch im Regional- und S-Bahn-Verkehr kommt es zu massiven Ausfällen. Autofahrer müssen bundesweit mit glatten und unpassierbaren Straßen rechnen.

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